Unsere Weiterbildungen finden auf Französisch statt. Auf Anfrage prüfen wir gerne eine Durchführung auf Deutsch oder zweisprachig.

Palliative Care · Alters- und Pflegeheim · Lebensende

Palliative Care im Alters- und Pflegeheim: die Person, die Angehörigen und das Team unterstützen

Das Lebensende im Alters- und Pflegeheim zu begleiten erfordert eine besondere professionelle Präsenz: den Rahmen halten, zuhören, zusammenarbeiten, den Rhythmus der Person respektieren und die Angehörigen unterstützen, ohne sich als Team zu vergessen.

Lesezeit 6 Min.
Alters- und Pflegeheime
Lebensende

Checkliste für die Praxis

Weiss das Team, wie heikle Informationen geteilt werden?

Ist die Rolle der Angehörigen in schwierigen Situationen geklärt?

Haben die Fachpersonen einen Raum, um Distanz zu gewinnen?

Sind die Grenzen der Rolle aller ausreichend klar?

Klären, was Begleiten bedeutet

Eine Weiterbildung in Palliative Care im Alters- und Pflegeheim beschränkt sich nicht auf medizinisches Wissen. Sie betrifft die Beziehung, die Grenzen, die Zeit, die Emotionen, die Übergaben und die Art, wie das Team präsent bleibt.

Das Lebensende kann Fachpersonen vor schwierige Fragen stellen: Was soll man sagen, wie zuhören, welche Distanz wahren, wie die Wünsche der Person respektieren und wie die Angehörigen unterstützen?

  • Palliative Orientierung mit Alltagssituationen verbinden.
  • Das emotionale Erleben der Fachpersonen berücksichtigen.
  • Die Haltung in Momenten hoher Intensität klären.

An der Rolle der Angehörigen arbeiten

Angehörige erleben oft eine Zeit der Unsicherheit, der Müdigkeit, der Angst oder der vorweggenommenen Trauer. Ihre Anwesenheit kann die Person unterstützen, aber auch Spannungen oder Missverständnisse mit dem Team erzeugen.

Die Weiterbildung hilft, die Rolle aller besser einzuordnen, zuzuhören, ohne sich an die Stelle der anderen zu setzen, und einen respektvollen beruflichen Rahmen zu wahren.

  • Fragen aufnehmen, ohne zu versprechen, was nicht versprochen werden kann.
  • Informationen mit Vorsicht und einheitlich weitergeben.
  • Missverständnissen zwischen Angehörigen und Fachpersonen vorbeugen.

Die Abstimmung im Team unterstützen

Die Begleitung am Lebensende betrifft oft mehrere Berufsgruppen: Pflege, Betreuung, Aktivierung, Hotellerie, Kader und externe Partner. Die Abstimmung wird zentral.

Eine nützliche Weiterbildung hilft, zu klären, welche Informationen geteilt werden, welche Rollen bestehen und wann das Team miteinander sprechen muss.

  • Die für die Kontinuität wichtigen Informationen erkennen.
  • Widersprüchliche Botschaften vermeiden.
  • Beziehungspräsenz und institutionellen Rahmen in Einklang bringen.

Die Fachpersonen schützen

Das Lebensende zu begleiten kann sinnstiftend, aber auch belastend sein. Teams müssen benennen können, was sie berührt, was sie beschäftigt und was sie in Schwierigkeiten bringt.

Die Weiterbildung bietet einen Raum der Distanz, um die Qualität der Präsenz zu unterstützen, ohne die Fachpersonen mit der emotionalen Last allein zu lassen.

  • Die emotionale Wirkung der Arbeit anerkennen.
  • Individuelle und kollektive Ressourcen erkennen.
  • Eine professionelle Haltung bewahren, ohne hart zu werden.

Angemessenheit entsteht im Team

In der Begleitung am Lebensende hängt die Qualität nicht nur von einer Fachperson ab. Sie entsteht in der Abstimmung, den Übergaben, dem Respekt vor dem Rhythmus und der Fähigkeit des Teams, Distanz zu gewinnen.

Häufige Fragen

Betrifft die Weiterbildung Palliative Care nur Pflegende?

Nein. Sie kann alle Fachpersonen betreffen, die an der Begleitung am Lebensende im Alters- und Pflegeheim oder in der Institution beteiligt sind.

Wird die Rolle der Angehörigen behandelt?

Ja. Das ist ein wichtiger Punkt der Weiterbildung, zusammen mit der professionellen Haltung und der Teamarbeit.

Kann diese Weiterbildung im Alters- und Pflegeheim stattfinden?

Ja. Sie kann intern organisiert werden, direkt im Alters- und Pflegeheim oder in der betreffenden Institution.

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